Daumen drücken!

Hamburg
// 29. Februar 2016
// Gütersloh

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„…bleib‘ doch endlich mal stehen
und geb‘ dem auf einem Auge blinden Glück die Chance,
Dich zu finden!“

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So oder so ähnlich sang der nette Mann das heute morgen im Radio als ich gerade mit James unterwegs war. Nur falls ich es schon vergessen haben sollte seit Samstag. Und das kurz nachdem eine Pfarrerin von einer Frau berichtete, die doch ihr Glück fand nachdem sie schon fast aufgehört hatte, daran zu glauben. Eben nur auf andere Art und Weise als sie es erwartet hatte. Ja, ich hatte ja deutlich gesagt, dass ich es mehrfach und auf verschiedene Arten brauche. Bestellt und geliefert, keine Verbesserungsvorschläge an dieser Stelle. Mit anderen Worten: GROßARTIG! Danke. …und das wo ich für Ansprachen aus der Kirche für gewöhnlich nicht wirklich empfänglich bin.

Tja, und da wird das Universum echt gucken, denn meine Antwort kam prompt: ich habe soeben meine Bewerbung für das Stipendium des Social impact lab in Hamburg abgeschickt. YES!

Bildschirmfoto 2016-02-29 um 12.57

Soll das Glück mich mal finden! Ich habe auf jeden Fall geschrieben, wo ich zu finden bin und was ich mir so vorstelle mit der kreativmanufaktur und den geflüchteten Frauen. Eigentlich war die Entscheidung, dies zu tun, auch nicht so schwer gewesen. Jedenfalls bis Samstag Abend.

Da fragte meine liebe Freundin Verena nämlich spaßeshalber, ob ich denn nicht – wenn auch nur übergangsweise – nach Frankfurt ziehen könnte, in ihre Nähe. Meine Gegenantwort „Mh, denke ich mal drüber nach. Gegenvorschlag: Zieh Du doch nach Hamburg!“ beantwortete sie prompt mit „Du, ich dachte gerade letzte Woche wieder, wie wohl ich mich in Frankfurt fühle“. HIMMEL! Denn obwohl ich das mit dem Drüber-Nachdenken gar nicht wirklich ernst gemeint hatte, war die Nacht von Samstag auf Sonntag so gut wie schlaflos. Denn eigentlich ist das die vernünftigere Variante: Nah an zwei sehr guten Freunden, ein Bisschen nach zu zwei weiteren sehr guten Freunden und meiner Schwester und vor allem: ganz nah an meiner Mama.

„Ja, und SO doof is Frankfurt ja gar nich. Ja, und die Entscheidung muss ja jetzt auch bis Montag fallen, da Du Dich ja eigentlich für das Stipendium IN HAMBURG bewerben wolltest und nächste Woche auch in Hamburg verbringen wolltest. Ja, und dann müsstest Du jetzt eigentlich möglichst schnell nach Frankfurt und dort I-Gespräche führen. Natürlich nächste Woche schon. Ja, und…“ Wie eine Cassette, die hängen geblieben ist, ca. 5 Stunden lang und jeder Versuch, nicht hinzuhören, scheiterte.

Pah! Den ganzen Quatsch lasse ich jetzt einfach sein und sähe Samen und gieße ab und zu. Sollen das Glück und das Universum doch sehen, was sie daraus wachsen lassen. Ich geb‘ den Job jetzt ab.

In diesem Sinne: Daumen drücken für meine Bewerbung beim Stipendium! …oder zählt das als Beeinflussung oder gar Bestechungsversuch des Universums? Macht’s einfach, ich bin ja noch Anfängerin, da gibt’s Kulanz, oder?!

Ach ja, und das wäre mein „Gewinn“, klasse, oder:

Bildschirmfoto 2016-02-29 um 14.09

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