Neujahrs putz

Allgemein
// 4. Januar 2016
// Gütersloh

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„Ich dacht‘ ich trüg es nie
und ich hab‘ es doch getragen,
aber fragt mich nur nicht wie.“

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Richtig sinnig fand ich diesen Spruch als Kind nicht, aber da er im von mir hoch frequentierten Nähzimmer meiner Mutter hing, hat er sich mir quasi ins Hirn gebrannt. Und ab und zu scheinen meine Gehirnzellen die Notwendigkeit zu sehen, ihn mir zu präsentieren. So auch heute morgen.

Denn 2016 hat für mich bescheiden begonnen. Nach meiner Verschnaufspause im Dezember kam ein Weihnachtsfest mit einem Klumpen im Bauch, gefolgt von einem Silvester mit einem noch größerem Klumpen im Bauch und vor zwei Tagen habe ich mich schließlich von einem Menschen verabschiedet, denn ich sehr mag und schätze. So viel zum Schwung, mit dem man gerne so ein neues Jahr beginnt. Ein Gutes hat die Situation: ich stürme nicht wie gewohnt mit 180 Sachen los, sondern bin eher im Trabtempo unterwegs. Fühlt sich komisch an, scheint aber gut so zu sein – sagen andere.

Ganz im Einklang mit dieser sehr emotionalen Entscheidung habe ich den Drang aufzuräumen und Ordnung zu schaffen – gestern in meinen vier Wänden, heute in meiner weiteren „Reiseplanung“.

Board_vorher Board_nachher

Es war Zeit, mein Planungsboard zu reinigen und neu zu bestücken, in mich hineinzuhorchen, um herauszufinden, was gerade das Wichtigste für mich und damit den Januar zu füllen.

Planung_Januar

Und wie gewöhnlich beim Aufräumen stellte ich heute erfreut fest, welche nützliche Dinge ich schon so „gesammelt“ habe. Denn wie ich verhindere, dass ich in den Sumpf falle und wie ich mich wieder herausziehe, falls es doch passiert, stand ja längst auf meinem Board. Sehr gut. Ich habe meine 4 Warmduscher um eine warme Dusche gebeten – das dürfte helfen. Genau wie viele der anderen klugen Dinge von meinem Board, die ich jetzt fleißig im Januar praktizieren möchte.

Der Januar
wird weiter im Zeichen des Ordnung-machens stehen: I-Gespräche nachbereiten und auswerten und mir HÖFLICH und aufmerksam dabei zuhören, wofür mein Herz schlägt und wofür nicht. Mitte Januar werde ich – und das ist ein Meilenstein für mich – meine Wohnung in Kopenhagen an meine Nachmieterin übergeben. Ein großer Schritt, denn mein Herz wohnt eben doch auch in meiner zweiten Heimat. Aber aktuell ist Deutschland der richtige Ort für mich und daher ist auch dieser Schritt reinigend.

 

Und ob ich NINJA-POWER habe?

Ich bin ja jetzt in dem Alter, in dem man tatsächlich schon auf einige Berge und Täler in seinem Leben zurückschauen kann. Und ja, bislang „hab‘ ich alle getragen“ und das wird auch dieses Mal so sein!

 

 

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