Alle helfen jetzt!

Allgemein
// 6. Dezember 2015
// Berlin

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Unterm Strich ein Plus

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Die Planung oder vielleicht das Fehlen einer gewissen Planung der langersehnten Veranstaltung am 2. Dezember war eine Herausforderung für uns. Wahrscheinlich mehr für mich als für Sabine. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mir gerade zwei ganze Tage mit dem Erstellen eines kleinen Filmchens um die Ohren gehauen hatte, der dann beim Livegang der Website www.alle-helfen-jetzt.de doch nicht mit online ging.

150 Gäste, 5 Flüchtlingsinitiativen und ein schrecklich leckeres Weihnachtsmenü im Hamburger Bahnhof von Berlin – das war der grobe Rahmen des sogenannten Weihnachts-Jourfixes von Berlin Partner, in deren Zentrum die Plattform www.alle-helfen-jetzt.de stand. Vormittags war die Website bereits während einer Pressekonferenz gelauncht worden, bei der Sabine und ich leider doch nicht dabei waren – erfahrene Leute hatten uns davon abgeraten, da unser Projekt offenbar noch nicht weit genug gediehen war.

Nach dem Socializen mit Prosecco – ja, wir haben jetzt Kontakt zu einem neuen Modelabel! – durften sich die für diesen Abend ausgewählten Flüchtlingsinitiativen auf einer kleinen zarten Bühne vorstellen und für Spenden werben. Unser Auftritt folgte kurz nach der Buffeteröffnung und ging leider etwas in Gesprächen und Besteckklappern unter. Und den Film hatte die Moderatorin leider vergessen anzuschmeißen. Aaaah. Wenig später tauchten die ersten Spenderfirmen auf der Bühne auf und – TROMMELWIRBEL – der Geschäftsführer von Cobra Youth verkündete stolz „Wir sind eine Kreativagentur und wir spenden natürlich für die Kreativmanufaktur!“. 500 € und Manpower. YEAH! Unser erster Spender!

Ich bin froh, dieses Geheimnis endlich lüften zu dürfen! Das ist die Agentur, die ich schon länger im Blick habe, denn sie verbindet kreative Kommunikation mit Kindern. Und einen Tag nach der Veranstaltung hatte ich auch, was ich schon angefragt, aber nicht bekommen hatte: ein I-Gespräch mit dem Kreativdirektor der Agentur. Groooßartig! Meine förmliche Anfrage mit „Sie“ und so war ihm zu steif. Matze und ich gehen jetzt einfach im Januar zusammen Bier trinken – so geht das nämlich! I-Gespräch 2.0 sozusagen.

Zurück zur Veranstaltung: der Smalltalk mit Christopher und Julia von Cobra Youth war locker und die Einladung in ihre Räumlichkeiten haben wir direkt am kommenden Tag wahrgenommen. Woah, sind die klasse! Sie möchten uns mit Wissen, Ideen und zwei Arbeitsplätzen in ihrem Büro unterstützen. Ohne Worte! Tja, und bei der Veranstaltung saß neben uns am Tisch Sven. Er leitet das Refugio Sharehaus, eine Art Haus mit WGs in Neukölln, in dem die Hälfte aller Zimmer an Geflüchtete und die andere Hälfte an Deutsche vergeben wird. Sven ist einer von der Sorte Menschen, die man sofort mag. Und nicht nur, weil er unser Projekt klasse findet und ein altes Atelier im Sharehaus ab Januar frei wird, das eventuell zu unseren Bedürfnissen passt. Und dann wären wir direkt IN einer Flüchtlingsunterkunft, die auch noch von Veranstaltungen gespickt ist und ein öffentliches Café im Erdgeschoss hat. Da mussten wir natürlich auch direkt am nächsten Tag vorbei. Den Raum selbst konnten wir leider nicht anschauen, weil er noch vermietet war, aber wir haben zufällig eine Kostümbildnerin kennengelernt, die für Musicals äußerst trickreiche Kostüme näht und sich schon überlegt hatte, Näh-Workshops für Flüchtlinge zu geben. Diese süße Spanierin haben wir direkt mal für unser Projekt akquiriert.

Ich fasse den Abend zusammen: ein Kontakt zu einem Modelabel, deren Geschäftsführerin auch Zugang zu Gründercoaching hat, warming-up mit unserem ersten Spender, Kontakt zu anderen Flüchtlingsinitiativen, eine Option auf Räumlichkeiten für unser Projekt und Kontakt zu einer Näh-Fachfrau mit Lust auf Flüchtlingsengagement. Das macht die … Orga des Abends definitiv wett, oder? Sabine und ich sind zufrieden und ich poste jetzt unseren Film überall wo es geht. Muss sich ja gelohnt haben. Also, schaut ihn bitte bis zum Grünwerden:

 

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